La Digue und Mahé – Sturm, Delfine, frische Kokosnuss und schlafen mit Sternblick

La Digue – stürmische Inselrundfahrt mit Kokosnuss zur Belohnung

Samstag, 18.11.2017: Regen, Wind und Wellen – doch wir halten durch

Nach den letzten Touren rund um Praslin wollen wir heute La Digue entdecken.

Von Baie St. Anne aus queren wir auch heute wieder mit dem Kajak nach La Digue. Heute ist’s windig 😀. Unser Ziel ist La Passe – hier heißt es aufpassen, da die Fähren von Mahé hier zügig einfahren.  Wir starten unsere Inselrundfahrt im Uhrzeigersinn und hoffen dass der Wettergott auf unserer Seite ist.

Doch auf der ersten Strecke begleitet uns starker Wind, mit einer Dünung von 1 – 1,5 Meter und immer wieder Regen. Die Wellen kommen schön von vorne, so macht das Fahren trotzdem Spaß. Und ich entdecke unseren ersten Delfin. Am Anfang sehe ich nur eine Finne aus dem Wasser ragen, ca. 4 Meter entfernt – mein Puls beschleunigt sich – doch dann springt der Delfine aus dem Wasser und ich bin super glücklich.

In der Anse Caiman legen wir unsere erste Pause ein. Nach einem Blick um die Ecke werden wir entscheiden ob wir Weiterpaddeln oder nicht. Doch es sieht gut aus – die Dünung ist dort niedriger und auch der Himmel klart wieder etwas auf.

Unsere Abenteuerfahrt geht weiter. Wir paddeln vorbei an den wunderschönen Strände von La Digue Petit Anse und Grand Anse.  Zum anlanden ist die Brandung heute zu stark und auch schwimmen ist hier eher nicht empfehlenswert, da die Strömung sehr stark ist.  Und so paddeln wir weiter und genießen die Aussicht auf den Traumstrand.

Unser Ziel ist die Anse Source d’Argent – doch vorher heißt es nochmal Brandungssurfen am Riff. Etwas kritisch beobachten wir die am Riff brechenden Wellen und versuchen den richtigen Moment für die richtige Welle abzuwarten. Da ich vorne im Boot sitze ist meine Aufgabe „Füße und Hände still halten“ – mein Steuermann hält unser Boot mit Konterschlägen gerade und wir surfen auf der Welle über das Riff – juhu geschafft.  Das Anlanden am „Hochzeitsstrand“ ist nun ganz einfach.

Die anderen Strandbesucher schauen uns etwas erstaunt an, Kajakfahrer kommen hier eher selten vorbei.

Heute haben wir uns die Pause auf jeden Fall verdient – und es gibt frische Kokosnuss zum trinken und essen – mmmmmh lecker.

Die letzte Strecke nach La Passe zurück fahren wir innerhalb des Riffs – also ganz gemütlich.

Vor dem Abendessen gehen wir auf La Digue einkaufen und machen einen Spaziergang durch die kleine Stadt. Leider haben auch hier die Autos Einzug gehalten – doch die Radfahrer überwiegen immer noch, das finde ich klasse.

Wegen des Windes und des Wellengangs übernachten wir heute im Hafen von La Passe.

Marianne und Felicité – Traumstrände und herrliche Schnorchelreviere

Sonntag, 19.11.2017 Bacardi Feeling auf Marianne

Der Regen heute Nacht hat die Wolken weggewaschen. Mit dem Catamaran starten wir nach Felicité.  Von dort queren wir mit den Kajaks nach Marianne. Die Insel war früher eine Kokosplantage und ist heute unbewohnt. Wir umrunden Marianne und finden einen herrlichen Traumstrand, den wir ganz für uns haben.

Hier sieht man auch noch die Reste der Bewohner die zur Zeit der Kokosplantage auf der Insel gelebt haben. Auch ein gestrandetes Segelbootwrack dient als Fotomotiv.

Und ein paar kleine Bewohner gibt es doch noch.

Von Marianne aus geht es weiter nach Felicité.  

Kurz vor unserem Ziel entdecken wir eine kleine Bucht und wollen einen weiteren Badestopp machen. Doch unser Glück dauert nicht lange – freundlich werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass die Bucht in Privatbesitz ist und zum Hotel gehört. Wir müssen entweder bezahlen oder wieder gehen.

 Da Alain mit dem Cat um die Ecke auf uns wartet starten wir wieder.

Nach einer Schnorchelpause lassen wir uns vom Catamaran in die Bay St.Anne vor Praslin schippern.

Ciao Praslin und La Digue – weiter geht es nach Mahé

Montag, 20.11.2017 Praslin` s Westküste und der Kampf mit den Wellen

Die Westküste von Praslin steht heute noch auf unserem Programm.  Da die Wellen heute wieder sehr hoch sind nutzen wir die nächste Möglichkeit um innerhalb des Riffs zu gelangen.

Es ist spannend hier innerhalb des Riffs in total ruhigem Wasser zu paddeln und am Riff brechen die Wellen. Unsere Strandpause fällt heute kurz aus, da wir ablaufendes Wasser haben.

Auf Höhe der Insel Cousin, am Ende der Bucht Grand Anse wartet Alain mit dem Cat außerhalb des Riffs auf uns. Es gibt hier einen mit Boje markierten Übergang aus dem Riff, den wir ohne Brandungswellen durchqueren können. Doch die große Herausforderung steht uns noch bevor – bei dem starken Wellengang heißt es nun vom Kajak auf den Catamaran umzusteigen. Ich habe ein etwas mulmiges Gefühl im Bauch, die Strömung ist sehr stark und der Cat schwankt auf und ab. Das direkte umsteigen ist mir zu kritisch. Ich lasse mich aus dem Kajak ins Wasser gleiten – und versuche zur Leiter zu schwimmen doch die Strömung treibt mich weg. Ich bekomme die Leine des Kajaks zu fassen und ziehe mich wieder ran. Puhh das ging nochmal gut – ich erklimme die Leiter und bin froh oben zu sein.

Jetzt heißt es Ciao Praslin und La Digue – Alain setzt die Segel und wir nutzen den Wind und segeln nach Mahé. Ein herrliches Gefühl, doch man sollte nicht unter Deck gehen und sich bücken 🙁 Mein Magen dankt mir dieses Experiment mit Übelkeit. Doch nach einer halben Stunde auf meinem Lieblingsplatz mit dem Wind um die Nase geht es mir wieder prima.

  

Angekommen in der Anse Royal – heißt es heute mal wieder einkaufen. Insgesamt 3 der kleinen Supermärkte klappern wir ab um alle Wünsche von Kaffee über Müsli, Wasser und Wein zu erfüllen.

Wer kennt noch das Lied „Sternenhimmel“?  Mit unseren Isomatten, Kopfkissen und Laken machen wir es uns zu zweit im Netz des Katamaran gemütlich. Herrlich, so unter freiem Himmel zu schlafen und die Sterne zu zählen – doch Petrus ist uns nicht wohlgesonnen. Um halb zwei nachts kommt der Regen – im Dunkeln packen wir alles wieder zusammen und ziehen um in unsere Kabine. Schade.

Mahé – vom Meer aus nochmal ganz anders

Dienstag, 21.11. – Landtag mit Gemüse und Souvenir shoppen

Wir spazieren zu Geffroys Gemüsefarm – bei einer kleinen Führung erfahren wir alles über den Gemüseanbau und die Farm. Hier könnt ihr frisches Gemüse einkaufen das direkt vom Feld kommt.  Auch wir stocken unsere Vorräte auf.

Nun geht es weiter zum Jardin du Roi – da wir hier mit Francois bereits waren nehmen wir uns Souvenirs mit und wandern wieder zurück zum Strand.

In der Tageszeitung gibt es eine Seite nur über Tiere – eine tolle Idee – der Tierschutz spielt auf der Insel eine große Rolle

Während unsere Mitfahrer den Garten besuchen genießen wir einen Nachmittag am Strand. Im Schatten liegen, lesen, Fischer beobachten und baden – das tut auch mal wieder gut.

Frischer Fisch – direkt am Strand gibt es eine kleine Markthalle mit frischem Obst, Gemüse und Fisch

Damit unser Kajak keine Sehnsucht nach uns hat machen wir noch eine kleine Tour von der Anse Royal um den Point au Sel in die nächste Bucht. Zweimal Brandungssurfen am Riff inklusive 🙂

Am Horizont ziehen dunkle Gewitterwolken auf, und dort regnet es auch schon – ein Regenbogen begleitet uns. Wir kommen trocken auf dem Catamaran an, doch dann kommt der Regen auch zu uns.

Bat-o-bleu – die Charterfirma des Katamarans hat ein Barbecue am Strand für uns organisiert. Mit dem Dingi fahren wir an den Strand und hoffen dass es trocken bleibt. Die Barbecue-Idee ist toll, doch von der Umsetzung waren wir nicht ganz so begeistert.

Mittwoch, 22.11.2017 Kabbelwasser, Kreuzwellen und Traumstrand

Der Wind begleitet uns auch auf unserer Kajaktour von der Anse Royal in Richtung Baie Lazar.  Die Wellen machen uns zu schaffen und beim Pointe Capucins überraschen uns auch noch Kreuzwellen und wieder Regen.  Wir paddeln zur Anse Capucins und machen unsere erste Pause. Eigentlich wollten wir in die Police Bay fahren, doch das ist bei der Brandung zu gefährlich.

Aufgrund der Wetterlage bricht die eine Hälfte unserer Gruppe die Tour ab und kehrt zum Catamaran zurück. Zu fünft machen wir uns wieder auf den Weg – der Catamaran wird uns aus der Ferne begleiten, das ist ein gutes Gefühl.

Die Sonne hat Erbarmen mit uns und schaut mal wie es uns geht. Wir paddeln vorbei an der wunderschönen Anse Intendance. Die Wellen machen wieder Spaß und unser nächster Badestopp an der Anse Takamaka entschädigt uns für alle Mühen.

Wir gönnen uns im Chez Batista eine kühle Erfrischung und genießen das Nichtstun.

Dann heißt es wieder – ab durch die Welle – alles geht gut und wir paddeln glücklich und zufrieden bis zur Baie Lazare. Eine wunderschöne Bucht, die auch für Hochzeiten am Strand genutzt wird – aus der Ferne sehen wir zwei geschmückte Pavillons, die nur auf das Brautpaar warten.

Leider macht uns der Wind einen Strich durch die Rechnung – die Bucht ist für die Übernachtung zu wenig geschützt. Alain bringt uns bis Port Launay – wo wir vor Anker gehen und unser Nachtlager einrichten.

Donnerstag, 23.11.2017 Quallen, Sonnenuntergang und 2. Sternenschlafversuch

Mit dem Cat fahren wir bis zur Ile Therese um hier einen morgendlichen Schnorchelstop einzulegen – auf der Suche nach einer Schildkröte schwimme ich Richtung Insel. Auf einmal spüre ich an meinem Arm einen heftigen brennenden Schmerz. Ich drehe um und schwimme ziemlich hektisch zum Catamaran zurück. Auch zwei andere aus unserer Gruppe hat es erwischt – wir sind in einen Schwarm Quallen geraten 🙁 Die ersten die wir seit 3 Wochen auf den Seychellen sehen.  Mit einer Zitrone reibe ich die betroffenen Stellen ab, langsam wird es wieder besser – doch die Lust auf schnorcheln ist mir für heute vergangen.

Auch beim einsteigen ins Kajak bin ich heute vorsichtig, denn ein unfreiwilliges Bad will ich an dieser Stelle nicht nehmen. Zügig paddeln wir Richtung Anse Soleil. Das Wetter ist genial, Sonnenschein pur, kein Wind und fast schon zu heiß.

Angekommen vor der Anse Soleil heißt es wieder anlanden bei Brandung. Wir haben dies zwar nun schon oft geübt, doch aufregend bleibt es immer. Gut dass ich meinen Steuermann habe – so reiten wir auf der Welle Richtung Strand – ein super Gefühl. Unseren Mitfahrern geht es nicht allen so gut – ein paar machen die Bekanntschaft der Wellen-Waschmaschine – doch alle kommen heil an Land.

Mittagspause am Strand – baden, dösen und genießen – was will „Frau“ mehr 😉

Besuch am Badeplatz – na wer kann ihn sehen?

Nach einem Besuch im Chez Julien – die einheimische Zitronenlimo schmeckt prima – starten wir wieder.

Nach dem anlanden bei Brandung nun die nächste Herausforderung – schnell einsteigen ins Kajak, Spritzdecke zu, die richtige Welle abwarten und paddeln, paddeln, paddeln bis wir außerhalb der Brandung sind. Eine kräftige Salzwasserdusche inkl. Nasenspülung ist inklusive.

Auf dem „Heimweg“ fahren wir die Buchten aus und genießen den Ausblick auf die Küste. Jede Bucht hat ihren eigenen Reiz, kleine Hotels, kleine Orte und wunderbare einsame Strände neben ganz viel Flora und Fauna und tollen Steinformationen.

Heute paddeln wir der Sonne entgegen – in einen herrlichen Sonnenuntergang. Nach ca. 30 km Paddeln sind wir müde und glücklich wieder an Bord.

2. Versuch: Heute Nacht schlafen wir wirklich unter dem Sternenhimmel – auf dem Netz des Katamarans. Wir haben extra unsere Isomatten dabei – herrlich, so viele Sterne am Himmel – am Morgen weckt uns ein Hahn der vom Land herüber kräht und die Sonne die uns ins Gesicht scheint.

Freitag 24.11.2018 – 2 Wochen Abenteuer auf dem Meer gehen zu Ende

Heute nehme ich mein letztes Morgen-Bad – das wird mir fehlen. Aufstehen, in das warme Meer Wasser springen und dann Frühstück in der Sonne – ein Traum.

Mit dem Catamaran bringt uns Alain bis zur Anse Major. Auf dem Weg begleitet uns eine Delfinfamilie – sie sind auf der Jagd sagt Alain. Ich bin verzaubert, diese schönen Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen ist wunderbar.

Es ist spannend, mit dem Kajak nun die Küste entlang zu fahren, an der wir unsere erste Woche auf den Seychellen verbracht haben. Vom Wasser aus sieht alles noch einmal anders aus.

Beau Vallon und unser Appartement lassen wir hinter uns – am Sunset Beach legen wir eine kurze Pause ein. Da wir jedoch ablaufendes Wasser haben geht es bald wieder weiter, damit wir        das Riff noch überqueren können.

Auf Höhe der kleinen Insel L’ilot sammelt uns der Catamaran wieder ein.

Alain hat ein Date mit dem Tankwart und wir fahren mit dem Catamaran wieder Richtung Eden Island.

Nach dem Auftanken bringt Alain die noch paddelwilligen – da sind wir natürlich dabei – in Richtung Cerf Island im Saint Anne Marine National Park. Unsere letzte Paddeltour für diesen Urlaub – gegen den Uhrzeigersinn paddeln wir um Cerf Island Richtung St. Anne. Zwischen St. Anne und Ile Moyenne machen wir uns auf den Rückweg.

  

Doch einen Abstecher will ich auf jeden Fall noch machen. Bei Ebbe verbindet eine Sandbank die Inseln Ile Moyenne, Round und Long, das heißt man kann trockenen Fußes von einer Insel zur anderen gehen. Durch die Lücke zwischen Moyenne und Round können wir noch paddeln, doch dann heißt es auch für uns aussteigen und das Kajak ziehen – lustig, hier mitten im Meer zwischen zwei Inseln zu stehen 🙂

Nach dem Spaziergang paddeln wir wieder weiter Richtung Cerf um von dort dann nach Mahé zu queren. Hier macht uns die Strömung und der Gegenwind noch etwas zu schaffen, doch dann haben wir Eden Island erreicht. Mit den Kajaks paddeln wir in die Marina – das letzte mal aussteigen, unser Abenteuer ist fast zu Ende.

Nun heißt es wieder packen, denn am nächsten morgen um 5 Uhr kommt unser Taxi und bringt uns zum Flughafen. Am Abend lassen wir uns alle gemeinsam nochmal bei Marie-Antoinette mit leckerem kreolischem Essen verwöhnen.

Samstag 25.11.2017 Ciao Seychelles – schön war es hier <3

Wir sind die ersten Reisenden am Check in. Wir genießen die letzten Minuten Wärme und Seychellen-Duft bevor es dann mit Flieger über Dubai ins kalte München geht.

Von der Sonne in den Schnee brrr. Doch der nächste Urlaub kommt bestimmt.

Ihr habt auch Lust bekommen die Seychellen zu entdecken? Ich kann euch empfehlen beides zu machen – Land und Leute kennenlernen und auch die Inseln vom Meer aus zu entdecken. Ein Catamaran mit Kajaks könnt ihr inklusive Skipper chartern. Doch ihr solltet auf jeden Fall Paddelerfahrung besitzen, denn ihr seid auf dem Meer unterwegs und nicht auf dem heimischen See. Wenn ihr Fragen habt zu unserer Reise meldet euch gerne bei mir.

Alles Liebe

Eure Petra

 

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